Anleitung


Die Berichte selbst sind zusätzlich als PDF-Dateien abgelegt. Drückt auf den Dateinamen unter dem Bericht, dann öffnet sich eine Vorschau mit schlechter Auflösung. (Allerdings müsst Ihr dazu bei Google angemeldet sein. Ich habe leider keinen Weg ohne Anmeldung gefunden!)
Um den PDF-File in guter Qualität zu erhalten, müsst Ihr die Datei noch herunterladen.

19 Am Pazifik

04.04.-18.04.2016

Etwa 30km südlich von Chillán besuchen wir das Weingut von Ruedi Rüesch. Vor 14 Jahren ist er ausgewandert und hat auf 20ha Reben gepflanzt. Die Ernte ist im vollen Gang, trotzdem erhalten wir eine interessante Führung durch den ökologischen Betrieb und können Pinot Noir und Malbec verkosten. Die für Chile typischen Carmenère-Trauben werden erst Ende April geerntet. Sie sind sehr süß und haben weniger Säure. Ruedi bestätigt unsere Vermutung, dass die Chilenen den etwas süßeren Wein lieben, die Europäer möchten gern mehr Säure. Etwa 60% der Ernte wird in die Schweiz exportiert.















In Copquecura erreichen wir den Pazifik und werden mit lautem Gebrüll von einer großen Seelöwenkolonie begrüßt. Wir übernachten am Strand und hören sie die ganze Nacht.



In den nächsten Tagen folgen wir der felsigen Küsten nordwärts. Oft führt die Straße hoch über dem Meer durch riesige Eukalyptus- und Kieferplantagen. Immer wieder wird die Steilküste durch große Buchten mit schwarzem oder grauem Sand unterbrochen. Zum Schwimmen ist es zu kalt, aber wir genießen lange Strandspaziergänge inklusive Fußbädern. Die Saison ist lange vorbei und so können wir zwischen Ferienhäusern campieren.





Saleros (Salzfelder)
in der Laguna Boyeruca









Leckeres Mittagessen
im Fischerdorf Bocalemu






Punta Lobos





Aber im Surferparadies Pichilemu wimmelt es von schwarzen „Enten“ in den Wellen. Gefährlich nahe an den Felsen gehen die Surfer ihrem Hobby nach, die ersten sehen wir schon morgens vom Bett aus.
Hier in Pichilemu ist die Küstenstraße zu Ende und wir fahren durchs Hinterland Richtung Valparaiso. Nur 25km vor der Großstadt können wir im Reserva National „Lago Peñuelas“ auf einem netten Campingplatz übernachten.


Cisnes de cuello negro
(Schwarzhalsschwäne)
im Rio Rapel


Berüchtigt ist Valparaiso bei den Campern wegen der vielen Einbrüche selbst auf bewachten Parkplätzen. In der Nähe des Hafens finden wir keine brauchbare Abstellmöglichkeit und so verzichten wir auf unseren geplanten Stadtrundgang.


Einige Kilometer weiter drängen sich die Hoch- und Terrassenhäuser, Viña del Mar ist der beliebteste Wohn- und Ferienort der Chilenen. Etwas enttäuscht sagen wir dem Meer Adieu und fahren den Anden zu.
Nachdem alle chilenischen Pesos ausgegeben sind, starten wir am Donnerstagmorgen vollgetankt von Los Andes zum Paso Libertadores nach Argentinien. Doch der erste Wintereinbruch stoppt uns! Die Polizisten meinen frühestens am Montag, also in 4 Tagen. gehe der Pass wieder auf! Wir warten 4 Stunden mit vielen Argentiniern, bei einigen enden die Ferien am Sonntag und sie müssen am Montag wieder zur Arbeit. Die Wolken sinken immer tiefer, es fängt an zu regnen und wir beginnen den Polizisten zu glauben. Wir entschließen uns zurück nach Valparaiso zu fahren und dem Stadtrundgang noch eine Chance zu geben...


Im Internet finden wir ein Hostal mit Parkplatz; ob der wohl groß genug ist für unser Auto? Steil ist die Straße auf den Cerro Playa Ancha, langsam fahre ich im 1. Gang. Vor mir hält ein Bus an der roten Ampel und bei grün kann ich nicht mehr anfahren, es ist zu steil! Mit Warnblinker geht es nur noch rückwärts. Über eine Parallelstraße ohne Ampel schaffen wir es dann doch noch!

Auf dem Berg ist es gespenstisch, es herrscht dichter Nebel, Sichtweite 20-30m. Im „Costa Azul“ werden wir herzlich begrüßt, aber unsere Zimmer-Reservierung hat nicht geklappt. So schlafen wir die erste Nacht im Auto und ja, wir passen gerade so in den Parkplatz. Am nächsten Tag können wir dann ein schönes Zimmer beziehen, mit herrlicher Aussicht über Stadt und Hafen, wenn es der Nebel erlaubt...







Ein Bus bringt uns ins Zentrum, endlich können wir Valparaiso entspannt genießen. Über viele Treppen steigen wir auf die Hügel, blicken über den Hafen und bummeln durch die Gassen mit den bunten Holzhäusern. Hinunter geht es dann mit einem der berühmten Schrägaufzüge. Überall hat es Grafitti, viele originell und künstlerisch, aber oft sind es auch nur Schmierereien.


Der für den nächsten Tag geplante Ausflug fällt buchstäblich ins Wasser, es regnet Bindfäden und das Getrommel auf dem Blechdach begleitet uns Tag und Nacht.





























































Am Pazifik.pdf