12.01.-24.01.2016
Nun sitzen wir wieder am Zürcher Flugplatz und warten auf unseren Nachtflug nach Sao Paulo. Endlos erschien uns vor 8½ Monate unser „Heimaturlaub“, doch nun freuen wir
uns auf etwas Neues!
Nach einem ruhigen Flug und kurzem Zwischenstopp erreichen wir Buenos Aires am nächsten Nachmittag. Unser mehr als 1kg Käse und Schokolade reist dank fehlender Gepäckkontrolle
problemlos nach Argentinien ein. Wir aber werden noch photographiert und müssen einen Daumenabdruck abliefern.
Anflug auf den Stadtflughafen von
Buenos Aires
Der Stadtbus Nr. 45 setzt uns dann fast direkt vor unserem Hotel ab. Wieder haben wir das Hotel Goya gebucht: es liegt sehr zentral, ist ruhig und wir genießen jeweils das Frühstück
auf der Dachterrasse. Leider ist der Blick auf die breiteste Strasse der Welt, die Avenida 9 de Julio, inzwischen durch einen Hotelneubau blockiert.
Bei unserer bisherige Autoversicherung erfahren wir, dass sie ihr Geschäft an die Zurich-Versicherung verkauft hat. Dort will man aber keine Ausländer versichern! Bei Speiser
Seguros, dem Agenten der Allianz Argentina, können wir dann aber unser Auto für 4 Monate versichern und das auch noch auf deutsch.
Nach 3 Tagen in Buenos Aires fahren wir mit der Fähre in 3h nach Colonia in Uruguay. Gut, dass wir reserviert haben: die mehr als 1000 Plätze sind alle ausgebucht!
In Colonia bringt uns ein Taxi zum Autoabstellplatz.
Schnell sind unsere Befürchtungen - hat es Tiere im Auto, ist es muffig und schimmlig, springt er an - beseitigt: alles ist in bester Ordnung, nicht mal der Reifendruck ist
zu tief! Aber wir müssen uns neu „Einarbeiten“! Viele Details und Handgriffe gingen vergessen...
In Nueva Helvecia beim Hotel Suizo verteilen wir unser Gepäck im Auto und füllen den Wassertank. Schnell haben wir uns an die über 30º gewöhnt und genießen das Leben im
Freien.
Typisch Uruguay!
Nach dem Besuch bei Freunden und einigen Tagen am Strand buchen wir die Nachtfähre von Colonia nach Buenos Aires. Gegen 19:30 brechen wir auf, so langsam wird es dunkel und
das Tagfahrlicht reicht nicht mehr aus, doch bei den Hauptscheinwerfern tut sich nichts! Beide Lampen sind ausgefallen, Birnen und Sicherungen in Ordnung, was tun? Inzwischen ist es stockfinster, die Gegenfahrbahn voll blendender
Autos von der soeben angekommenen Fähre. Mit Standlicht und Warnblinkanlage tasten wir uns am weißen Strich des Fahrbahnrands weiter. Wann kommt denn endlich die Palmenallee? Nach aufregenden 40min erreichen wir die ersten
Strassenlaternen, und kein Polizist hat uns angehalten! Das große Bier zum Abendessen haben wir uns wirklich verdient!






