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18 Im Seengebiet

06.03.-03.04.2016


Hinter der Grenze erwartet uns ein kleines Paradies: Sergio und seine Familie haben hier die südlichsten Reben Amerikas gepflanzt und daneben den wohl ordentlichsten Campingplatz Argentiniens geschaffen. Im Gewächshaus reifen Auberginen, Cherry-Tomaten und Paprika, alles ökologisch.





 
 















Unser nächstes Ziel ist der nach den seltenen Alerces-Bäumen benannte Nationalpark. Die ersten Siedler haben das perfekte Bauholz dieses Baumes sehr geschätzt und ihn damit fast ausgerottet. Nun steht er unter strengem Schutz und für Touristen sind bei einer Wanderung nur wenige Exemplare zugänglich.

Wir finden einen herrlichen Übernachtungsplatz direkt am See. Erfrischend ist das Bad im glasklaren Wasser und mit etwas Glück brutzelt am Abend eine Forelle in der Pfanne! Lästig sind die vielen Wespen, die uns umschwirren und an unserem Essen teilnehmen wollen.




 




  


In El Bolson besuchen wir eine Auswandererfamilie, die vor 12 Jahren 100ha Land gekauft hat. Hier erhalten wir Antworten auf unsere Fragen über Argentinien.

San Carlos de Bariloche, der bekannteste Ferienort Argentiniens, liegt wunderschön am Südende des Lago Nahuel Huapi.

 





Hotels, Cabañas und Ferienwohnungen säumen das Ufer, fast wie am Lago Maggiore, das berühmteste Hotel ist das LLao-Llao auf einer Anhöhe am See.









Nach den vielen Wochen Sonnenschein „verbringen“ wir einen Regentag im Internet, laden den Bericht hoch und versuchen unseren Heimflug zu buchen. Aber wieder wollen die Buchungsportale meine Kreditkarte von hier aus nicht akzeptieren! Zum Glück, denn beim weiteren Suchen finden wir ein viel günstigeres Angebot, das Jürgen für uns von München aus mit meiner Karte buchen kann!




Die Ruta de Siete Lagos, die 7-Seen-Fahrt, erinnert uns an den Schwarzwald. In San Martin de los Andes erfahren wir das unsere geplante Route über den Paso Carirriñe nach Chile gesperrt ist. Wir nehmen dann den Weg über den Paso Hua Hum. Trotz des Namens „Loch im Dach“ und 4000mm Niederschlag pro Jahr kommen wir fast trocken an die Grenze. Der Paß entpuppt sich als Tal, denn das Wasser des Lago Lacár fließt in den Pazifik. Am Ufer dieses Sees beindrucken uns die großen Arrayanes mit den zimtfarbenen, glatten Rinden.

 

Arrayanes











Nagelneu ist die chilenische Grenzstation und bei der Kontrolle stürzen sich gleich 3 Uniformierte auf uns. Die Lebensmittel sind gut versteckt, wir opfern nur eine alte Gurke. Kämpfen müssen wir aber um unseren Holzvorrat. Erst nach genauer Inspektion dürfen wir die Hölzer vom Aufbocken in Uruguay wieder einladen.




Die kleine Fähre über den Lago Pirehueico braucht 1½h nach Puerto Fuy am Westende des Sees.















Fast verirrren wir uns beim Rundgang im originellen Hotelkomplex Huilo-Huilo. Die Fenster im „Magic Mountain“ sind fast zugewachsen!





















Schon von Panguipulli aus sehen wir den rauchende Vulcán Villarrica. Jetzt am Ende des Sommers ist seine Schneedecke stark reduziert. In Villarrica freuen wir uns auf das leckere 7-Korn-Brot aus der Bäckerei Rostock.

 







Mit Glück finden wir unseren „alten“ Platz am Rio Toltén. Ein Chilene macht’s uns vor: er steigt gerade frisch gewaschen aus der „Badewanne“ am Fluß!


 








Das Wetter ist herrlich und wir freuen uns auf den Nationalpark Conguillio um den Vulkan Llaima mit seinen herrlichen Araukarienwäldern.


 
















Beim Aufstieg über den Sendero Sierra Nevada erleben wir diese beeindruckenden Bäume in allen Lebensstadien. Kurz vor der Baumgrenze erheben sie sich stolz über das nur noch niedrige Unterholz aus Lengas. Der Blick über den See zum Vulkan entschädigt für den 3-stündigen, schweißtreibenden Aufstieg.













Am Rand des Nationalparks finden wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz an einem Bach mit 6 eiskalten „Badewannen“ - die Sonne wärmt uns dann wieder auf.
Im Hostal „Andenrose“ kann sich Hans noch gut an Britta und ihr Praktikum erinnern. Bei Gulasch und Spätzle plaudern wir fast bis Mitternacht, so spät sind wir schon lange nicht mehr ins Bett gekommen!



Schon bei der Anfahrt zum Longimay sehen wir riesige Staubfahnen und nach der Baumgrenze werden wir vom Vulkanstaub eingehüllt - wir müssen umkehren. Nach heftigem Regen in der Nacht und einem Wartetag, strahlt wieder die Sonne.







Der Longimay hat frischen Schnee bekommen und an der Paßhöhe ist es fast windstill. An Weihnachten 1988 brach neben dem Longimay der Vulkan Navidad aus. Beim steilen Aufstieg zu seinem Kraterrand rutschen wir nach zwei Schritten immer einen zurück.











Herrlich ist dann der Rundblick auf die vielen schneebedeckten Vulkane. Das Lavagestein zu unseren Füßen ist an einigen Stellen noch heiß und dampft.

 

























Nach einer letzten Nacht unter den wunderbaren Araukarien verlassen wir die Gebirgsregion und fahren auf der Autobahn nordwärts Richtung Chillán.



Im Seengebiet.pdf