18.11. - 08.12.2016

Huascarán Norte (6655 m) und Huascarán Sur (6768 m)
Nelkenfelder
Der Rio Santa entwässert das Hochtal von Huaraz zwischen der Cordillera Blanca im Osten und der Cordillera Negra im Westen. Durch letztere muß das Wasser sich auf dem Weg zum
Pazifik „hindurchfressen“. So ist der berühmte Cañon del Pato, die Entenschlucht, entstanden.
Das Tal verengt sich hier zum Teil bis auf weniger als 20m und die einspurige Straße zwängt sich
am Steilhang entlang durch viele unbeleuchtete, kurvige Tunnels. Natürlich hat es auch Gegenverkehr und nicht nur PKWs sondern große LKWs. Wir haben Glück, können einem Lastwagen mit Anhänger ausweichen
und bei einem anderen sind wir schon fast am Tunnelende so daß er zurückfahren muß.
Nach und nach öffnet sich das Tal, das Flußwasser läßt Reis, Reben, Zuckerrohr und Spargel in der Küstenwüste wachsen.
Unser nächstes Ziel ist die Huaca de la Luna, die Mond-Pyramide, aus der Zeit zwischen dem 3. und dem 8. Jh. n. Christus. Wir besuchen die gut vor dem starken Wind vom Pazifik geschützte Ausgrabungsstätte. Die während mehrer Bauphasen entstandene Pyramide der Moche-Kultur ist mit faszinierenden Friesen und Wandmalereien bedeckt.
In Huanchaco, dem Badevorort der Großstadt Trujillo, stecken wir das erste Mal unsere Füße in den Pazifik, zum Baden ist es uns noch zu kalt, da ziehen wir den Pool auf dem Campingplatz vor.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt ChanChan, mit einer Fläche von 28km² die größte aus Adobe gebaute Stadt der Erde. Sie war vom 9. Jahrhundert an das Zentrum des Chimú-Königsreichs.
Erst eine 11-jährige Belagerung und Unterbrechung der Wasserzufuhr durch die Inkas beendete diese Epoche. Obwohl nur ein kleiner Teil der Anlage ausgegraben und restauriert wurde, ist die Führung ausserordentlich interessant.
ChanChan
Kathedrale in Trujillo
Abendstimmung am Pazifik
Wir fahren weiter durch Sand- und Steinwüste der Küste entlang, weitere Ruinen warten auf uns!
In einer Werkstatt zur Herstellung
originalgetreuer Kopien präkolumbianischer Gegenstände
Nahe Chiclayo wurden ab 1987 12 unberührte Gräber aus der Moche-Kultur ausgegraben. In dem eigens dafür errichteten Museum können wir die geborgenen Schätze, insbesondere die aus dem Grab des „El Señor de Sipán“, bewundern.

Bei Cabo Blanco, der westlichsten Spitze Südamerikas, könnten wir mit großen Schildkröten schwimmen, aber nur mit Schwimmweste - das ist uns dann doch zu blöd!
Auf einem Berg über dem Badeort Máncora campieren wir neben den Cabañas bei Jörg, einem Schweizer. Herrlich ist der Blick über die Stadt und das Meer, und endlich können wir uns auch in den Wellen tummeln!
Ohne Wind am Morgen brennt die Sonne und wir müssen im Schatten hinter dem Auto frühstücken, aber nachts ist es angenehm kühl. Nach einigen erholsamen Tagen am Meer verlassen wir die Küste und fahren Ecuador zu.

























