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05 Costa Verde

                                                                                                                    22.04. - 05.05.2014


Nach dem verlängerten Osterwochende mit dem Nationalfeiertag am Montag fahren wir an Santos vorbei zum CCB in Bertioga. Die Camper haben den Platz verlassen, aber die Käuzchenfamilie ist immer noch da und beäugt uns in der Dämmerung.


Auf und ab führt die Straße BR-101 an der Küste entlang und herrlich sind die Ausblicke aufs Meer und die Inseln. Enttäuscht sind wir vom CCB in Ubatuba; er hat eine sehr schöne Lage direkt am Strand, aber auf den letzten nicht von Dauercampern belegten Flächen entstehen gemauerte Bungalows mit Vorzelten.





Auch in Paraty hat die Zahl der festen Zelte etwas zugenommen, aber sonst ist alles so, wie wir es vor 3 Jahren erlebt haben. Wir stehen sogar auf dem gleichen Standplatz!


 


 Paraty
















Havaianas für die Fußballfans...

Schnell holen wir uns die Busfahrkarten nach Rio und buchen ein Zimmer. Kurz nach 9 Uhr starten wir und erreichen Rio nach 5 Stunden angenehmer Fahrt. Vom Busterminal sind es noch mal 60min zum Hostel, das 8m breit und 4stöckig an einem Hochhaus klebt - hoffentlich hält das noch ein paar Tage!. Das gleiche denken wir als uns der ältere Besitzer in unsere „Rooftop-Suite“ führt: wir steigen über das verwinkelte Treppchen - zum Teil nur 30cm breit - ins oberste Stockwerk: statt Glasfenster nur ein Holzladen, das Waschbecken hängt nur noch am Wasserschlauch, aber wir haben ein eigenes Bad und es ist sauber. €50 pro Nacht sind aber schon etwas happig! Viele Alternativen in ähnlich verkehrsgünstiger Lage gibt es jedoch nicht und so bleiben wir 4 Nächte.

Unsere „Suite“ liegt im obersten Stockwerk
des grünen Gebäudes





Riesige Wellen an der Copacabana




Unser erster Ausflug führt uns natürlich an die nur 5 Blöcke entfernte Copacabana: Imbissstände, Strandverkäufer und Bikinischönheiten, wir lassen das Strandleben an uns vorbeiziehen. Die Brandung mit 5m-Wellen lässt nur die Mutigsten ins Wasser.
Auch am nächsten Tag zieht’s uns an die Strände, nach Copacabana und Ipanema. Es ist Sonntag, die Uferstrasse ist den Fahrrädern, Skateboards und Bobbycars vorbehalten. Was sich da so alles tummelt, das ist ein Erlebnis für sich!



  

Die Metro ist nur 4min von unserer Unterkunft entfernt und so sind wir schnell im Centro. Die Führung durch die Nationalbibliothek ist zwar in Portugiesisch, aber uns bleiben die eindrucksvollen Räume und die Atmosphäre in schöner Erinnerung.





Eingangshalle der Nationalbibliothek









 Blick von Niterio auf Rio, links der Zuckerhut, rechts der Corcovado

Nach einem Rundgang durch die Innenstadt besteigen wir eine der großen Fähren über die Bucht nach Niteroi. Von dort sehen wir ganz Rio im Gegenlicht. Unser Ziel, das von Oscar Niemeyer entworfene Museum, liegt wie eine Raumschiff von Außerirdischen auf einem Felsvorsprung. Bei der Rückfahrt nach Rio kommt uns das Heer der Pendler entgegen, alle 5min fährt nun ein Schiff.

Das „Raumschiff“ von Oscar Niemeyer




  

Leider ist die Zahnradbahn auf den Corcovado von Gruppenreisen ausgebucht, aber es gibt einen Pendelverkehr mit nagelneuen Sprinter-Kleinbussen. Der Ausblick ist grandios und lässt uns staunen! Aus luftiger Höhe können wir unsere Wege der letzten Tage verfolgen. Selbst unser Rooftop-Hostel ist zu erkennen. Nach und nach füllen sich die Ausschtsplattformen, jeder zweite will sich mit ausgebreiteten Armen als Christus Redentor fotografieren lassen...


Blick vom Corcovado, links die Bucht von Rio mit dem Zuckerhut, rechts die Copacabana

An der Copacabana werden schon gegen 16 Uhr die Schatten länger und es kommt ein kühler Wind auf. Mit den letzten Sonnenstrahlen genießen wir unser Abschiedsessen, frittierten Fischchen, in der Strandkneipe. Vor unserer Rückfahrt nach Paraty legen wir noch eine Bad am Praia Vermelha direkt unter dem Pão de Açúcar, dem Zuckerhut, ein.
Über den 1.Mai füllt sich der Campingplatz mit Zeltlern aus Sao Paulo. Unsere Aufgaben sind Wäsche waschen, Gasflasche füllen und unser Autoproblem lösen. Denn seid einigen Wochen merken wir, daß der Motor bei langsamer Bergfahrt schnell heiß wird. So kommen wir nicht in die auf über 1000m hoch gelegenen Barockstädte im Norden. Das Problem ist schnell gefunden: die Viscokupplung, die den Kühlventilator schneller laufen lässt, wenn es heiß wird, ist kaputt. Ersatz ist in Paraty nicht aufzutreiben. Der Mecanico hat seine Werkstatt auf der Straße. Der erste Reparaturversuch mit Draht hält nur 2km, erst die Verbindung mit Schrauben hilft.